EU kämpft gegen Herzkrankheiten

EU-Kommission startet „Safe Hearts Plan“ gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Foto: Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Europäische Kommission hat neue Strategien zur Stärkung des Gesundheitswesens vorgestellt. Neben dem "Biotech Act" zur Förderung der europäischen Biotech-Industrie, steht der "Safe Hearts Plan" im Fokus. Diese Initiative bündelt gezielte Maßnahmen, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirksam zu bekämpfen und die Gesundheitsversorgung in der gesamten Union zu verbessern. Zugleich werden die Vorschriften für Medizinprodukte neu aufgestellt.

Die Europäische Kommission hat am Dienstag eine Reihe wichtiger Gesundheitsinitiativen auf den Weg gebracht. Zentral dabei ist der sogenannte „Safe Hearts Plan“, der darauf abzielt, die Behandlung und Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einer der Hauptursachen für vorzeitige Sterblichkeit in Europa, zu revolutionieren. Ziel ist es, Gesundheitssysteme zu stärken und Ungleichheiten beim Zugang zu Versorgung abzubauen.

Patienten im Fokus: Personalisierte Vorsorge und Therapie

Ein wesentlicher Bestandteil des „Safe Hearts Plan“ ist die Unterstützung von Einzelpersonen durch „personalisierte Tools“. Diese sollen helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und individuell zugeschnittene Therapieansätze zu ermöglichen. Gleichzeitig wird die Aufklärung über Risikofaktoren wie Rauchen, unausgewogene Ernährung und übermäßigen Alkoholkonsum intensiviert. Angesichts erheblicher Unterschiede in der Häufigkeit vorzeitiger kardiovaskulärer Todesfälle zwischen den EU-Mitgliedsstaaten, legt der Plan besonderen Wert auf die Reduzierung gesundheitlicher Ungleichheiten und die Optimierung des Zugangs zu medizinischer Versorgung und Behandlungsoptionen. Konkret will die Kommission die Mitgliedstaaten dabei unterstützen, nationale Gesundheitsprogramme für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln und umzusetzen.

Stärkung der Biotech-Industrie und Medizinprodukte

Parallel zum „Safe Hearts Plan“ wird mit dem „Biotech Act“ die europäische Biotechnologie-Branche gestärkt. Hierzu sollen Unternehmen durch gezielte Anreize gefördert werden, Forschung und Produktion innerhalb Europas anzusiedeln. Die Beschleunigung der Zulassungsverfahren für klinische Studien und die Vereinfachung von EU-Vorschriften zur Kostensenkung für Unternehmen sind weitere Kernpunkte. Ergänzend dazu werden die Regelungen für Medizinprodukte überarbeitet, und die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) erhält die Aufgabe, Engpässe bei diesen wichtigen Produkten zu überwachen. Diese umfassenden Maßnahmen sollen die Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Gesundheitssektors auf globaler Ebene nachhaltig verbessern.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)