Pflegegrade im Kaufkraftverlust
Die Leistungen der Pflegeversicherung halten mit der Inflation nicht Schritt. Eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion offenbart den dramatischen Kaufkraftverlust für Pflegebedürftige.
Betrachten wir die Zahlen: Der Sachleistungsbetrag für Pflegegrad 2 lag im Jahr 2017 bei 796 Euro. Kaufkraftbereinigt entspricht dies nach Angaben der Regierung heute nur noch einem Wert von 626 Euro. Das ist ein Rückgang um gut 21 Prozent.
Auch bei Zuschlägen für Wohngruppen sieht es düster aus. 2017 erhielten alle Pflegegrade 224 Euro, heute sind das kaufkraftbereinigt nur noch 173 Euro. Ein Minus von rund 23 Prozent.
Kritik von der Linken
Evelyn Schötz, die pflegepolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, äußert sich besorgt. Sie spricht von einer „schleichenden finanziellen Belastung“ für Millionen Menschen. „Was nominal nach kleinen Erhöhungen aussieht, ist in Wahrheit eine reale Kürzung“, so Schötz. Seit der Einführung der Pflegegrade 2017 hätten zentrale Hilfen „massiv an Kaufkraft verloren“,. Die Unterstützung für jene, die am dringendsten auf Hilfe angewiesen sind, wird damit schrittweise ausgehöhlt.




