Industrie baut ab

Ifo-Institut: Deutschland baut Stellen ab – niedriger Wert seit Mai 2020

Foto: Bauarbeiter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die deutsche Wirtschaft zeigt weiterhin Anzeichen einer Abschwächung am Arbeitsmarkt. Laut dem Ifo-Institut setzen Unternehmen den Stellenabbau fort und agieren bei Neueinstellungen zurückhaltender. Das "Beschäftigungsbarometer" des Instituts für das "Handelsblatt" fiel im Dezember auf den niedrigsten Stand seit über drei Jahren.

Die Unternehmen in Deutschland signalisieren weiterhin eine deutliche Vorsicht am Arbeitsmarkt. Nach Angaben des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung wird überwiegend Personal abgebaut, während die Bereitschaft zu Neueinstellungen spürbar sinkt. Das „Beschäftigungsbarometer“, das das Institut regelmäßig für das „Handelsblatt“ ermittelt, erreichte im Dezember mit 91,9 Punkten einen neuen Tiefstand. Dies markiert den niedrigsten Wert seit Mai 2020 und unterstreicht die anhaltend schwierige Konjunkturlage.

Industrie besonders betroffen

Besonders in der Industrie sind die Zeichen auf Stellenabbau programmiert. „Im Jahr 2025 erlebten wir vor allem in der Industrie einen schleichenden Stellenabbau“, erläutert Klaus Wohlrabe, Leiter der Umfragen beim Ifo-Institut. „Die schwache Konjunktur bremst den Arbeitsmarkt weiter aus.“ Nahezu alle Branchen innerhalb der Industrie planen demnach, Personal einzusparen. Erhebliche Einschnitte werden insbesondere bei Bekleidungsherstellern erwartet. Aber auch im Dienstleistungssektor und im Handel herrscht Zurückhaltung bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Am Bau scheinen sich die Erwartungen die Waage zu halten: Hier planen die Unternehmen in der Mehrheit, die bestehende Personalstärke beizubehalten. Eine positive Entwicklung zeichnet sich dagegen in zwei Sektoren ab: Die Tourismusbranche und Unternehmensberatungen blicken optimistisch auf das Jahr 2025 und planen, mehr Personal einzustellen.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)