Grünen-Vorsitzender Felix Banaszak hat im Vorfeld des Bundesparteitags in Hannover ein klares Plädoyer für ein geschärftes Parteiprofil gehalten. Im Gespräch mit dem Magazin „Politico“ äußerte er, dass die bisherige Fokussierung auf Robert Habeck und Annalena Baerbock nun durch eine breitere Profilentwicklung abgelöst werden müsse. Diese Positionierung unterstreicht den Wunsch nach einer stärkeren inhaltlichen Kontur der Partei.
Ein zentrales Thema auf dem bevorstehenden Parteitag wird die Positionierung der Grünen zur Wehrpflicht sein. Banaszak selbst bekräftigte seine persönliche Haltung, dass alle Anstrengungen unternommen werden sollten, um die Bundeswehr personell ausreichend auszustatten. Er betonte hierbei, dass eine Verteidigungsfähigkeit nicht allein durch Material, sondern auch durch ausreichend Personal gewährleistet werde.
Kritisch äußerte sich Banaszak jedoch zum Vorschlag der Bundesregierung, ein Losverfahren bei der Wehrpflicht einzuführen. Er sieht darin ein ungünstiges Signal an junge Menschen. Den Vorwurf, in der öffentlichen Wahrnehmung selbst nicht präsent genug zu sein, wies Banaszak zurück. Er verwies auf jüngst gesetzte Akzente und betonte, dass seine inhaltliche Ausrichtung – eine konsequent sozial gerechte und ökologische Politik sowie die Bereitschaft zur gesellschaftlichen Debatte – innerhalb der Partei bekannt sei.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)





