Schweizer Diplomatin plädiert für Dialog

Tagliavini fordert Gespräche mit Putin

Foto: Wladimir Putin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Direkte Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sind aus Sicht der Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini unerlässlich. Sie betont, wie wichtig es sei, Gesprächskanäle offen zu halten, gerade in Zeiten dynamischer Weltpolitik. Europa müsse dabei geeint auftreten. Doch die EU muss sich vor allem einig sein und das auch bleiben in ihrer Haltung gegenüber sowohl Präsident Trump wie auch Präsident Putin.

Dialog als Schlüssel in unsicheren Zeiten

Die langjährige Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini plädiert entschieden für direkte Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Sie hebt hervor, wie wichtig die offene Kommunikation sei, insbesondere angesichts der unvorhersehbaren Veränderungen in der Weltpolitik. „Die Kanäle sollten unbedingt offen bleiben“, so Tagliavini im Gespräch mit der „Wochentaz“. Voreilige Entscheidungen, Gesprächskanäle abzubrechen, könnten sich nachträglich als kontraproduktiv erweisen.

Europas Rolle in der Ukraine-Krise

Mit Blick auf die Verhandlungen zur Ukraine-Krise unterstreicht Tagliavini die Bedeutung Europas. Sie sieht die Europäische Union als wichtigen Akteur, der sich konstruktiv einbringen müsse, wie auch Bundeskanzler Merz es formuliert habe. „Die Europäer müssen sich vor allem einig sein und das auch bleiben in ihrer Haltung gegenüber sowohl Präsident Trump wie auch Präsident Putin.“ Europa sei von Moskau als Gegner identifiziert worden, während US-Präsident Donald Trump nicht als zuverlässiger Partner gilt. Angesichts der existenziellen Bedeutung der Ukraine-Frage sei Einigkeit in Europa nun von größter Wichtigkeit.

Tagliavini war durch ihre Tätigkeiten als Sonderbeauftragte für den Russland-Georgien-Krieg und als Ukraine-Beauftragte der OSZE bekannt geworden. Ihre diplomatische Erfahrung prägt ihre Ansichten zur Notwendigkeit von Verhandlungen.

Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt