Die Hoffnungen auf einen baldigen Abschluss des Mercosur-Abkommens zwischen der Europäischen Union und mehreren südamerikanischen Staaten sind vorerst dahin. Aus Brüssel sickert am Donnerstagabend, am Rande des EU-Gipfels, durch: Die Unterzeichnung des lang erwarteten Freihandelsvertrags wird auf das Jahr 2026 verschoben. Dies berichten informierte Kreise der Nachrichtenagentur dts.
Krisensitzung in Brüssel: Italien und Frankreich brechen Einigkeit
Der Grund für die unerwartete Kehrtwende liegt offenbar im starken Widerstand einzelner Mitgliedsstaaten. Vor allem Italien und Frankreich sollen sich vehement gegen das Abkommen gestellt haben. Nach über einem Vierteljahrhundert zäher Verhandlungen war eigentlich für dieses Wochenende die feierliche Unterzeichnung geplant. Doch die frontalen Widerstände aus Rom und Paris scheinen nun zu groß geworden zu sein, um einen Durchbruch zu erzielen.
Trotz der aktuellen Rückschläge zeigen sich die Verhandler am Donnerstag jedoch weiterhin zuversichtlich, dass das Abkommen letztlich doch noch zustande kommen wird. Ein neuer Anlauf zur Einigung wird bereits für Mitte Januar anberaumt. Die Verzögerung bedeutet jedoch eine erhebliche Durststrecke für alle Beteiligten, die auf die wirtschaftlichen Vorteile des Abkommens hoffen.





