Optionsverfall dominiert Handel

Dax startet seitwärts – Größter Optionsverfall des Jahres im Fokus

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex Dax hat den Handelstag am Freitag nur leicht verändert begonnen. Mit einem Stand von rund 24.210 Punkten lag er 0,1 Prozent über dem Vortagesschluss. Angeführt wurde die Kursliste von Werten wie Siemens Energy und Deutsche Post, während SAP und Adidas zu den Verlierern zählten. Im Mittelpunkt des Interesses stand der größte und wichtigste Optionsverfall des Jahres, der die Umsätze und die Liquidität beeinflusste.

Der deutsche Leitindex Dax ist am Freitag kaum verändert in den Handelstag gestartet und pendelte sich gegen 9:30 Uhr bei rund 24.210 Punkten ein. Das entsprach einem leichten Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des Vortages. Die Anführer der Kursliste waren in der frühen Handelsphase Siemens Energy, die Deutsche Post und die Commerzbank. Am Ende der Liste fanden sich dagegen Symrise, Adidas und SAP wieder.

Das Jahr des größten Optionsverfalls: Ein kritischer Tag für die Börse

Hinter den moderaten Bewegungen verbirgt sich ein Ereignis von erheblicher Bedeutung: „Es ist der größte und wichtigste Optionsverfall des Jahres“, erklärte Thomas Altmann von QC Partners. An diesem Freitag liefen beim Dax vier der größten ausstehenden Optionen aus. Von den zehn größten Optionspositionen waren acht betroffen, und auch von den 25 größten Kontrakten liefen stolze 18 aus. Diese Konzentration von Verfallsterminen wirft eine besondere Spannung auf die Marktentwicklung.

Besonders interessant sei laut Altmann die Frage, ob die heute auslaufenden Absicherungspositionen neu aufgelegt würden. „Andernfalls könnte der Dax einen großen Teil seines Sicherheitsnetzes verlieren.“ Eine zentrale Marke, die auch im Hinblick auf den heutigen Optionsverfall weiterhin Beachtung fand, war die psychologisch wichtige 24.000-Punkte-Marke. An dieser Schwelle liefen laut Altmann eine erhebliche Anzahl von Call- und Put-Kontrakten aus – fast 10.000 Call-Kontrakte und fast 7.000 Put-Kontrakte. Nach dem heutigen Handelstag wird mit einem signifikanten Rückgang der Handelsumsätze und der Liquidität gerechnet. „Heute ist der letzte große Handelstag dieses Börsenjahres“, betonte der Marktexperte.

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein Euro wurde für 1,1714 US-Dollar gehandelt, entsprechend kostete ein US-Dollar 0,8537 Euro. Der Ölpreis gab ebenfalls nach: Ein Fass der Nordseesorte Brent verbilligte sich gegen 9 Uhr deutscher Zeit um 22 Cent auf 59,60 US-Dollar, was einem Rückgang von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagsschluss entspricht.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)