Kanzleramt prägt Gewohnheiten

Alkoholverzicht im Kanzleramt: Merz äußert sich

Foto: Friedrich Merz trinkt aus einem Glas Wasser - ohne Sprudel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erläutert eine persönliche Veränderung seit seinem Amtsantritt. Er spricht offen über seine Einstellung zum Alkoholkonsum, die sich durch die Anforderungen seines neuen Amtes gewandelt hat, und gibt Einblicke in Betrachtungen über die Auswirkungen auf sein Privatleben.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verzichtet nach eigenen Angaben seit seinem Amtsantritt im Mai auf Alkohol. Diese Äußerung tätigte Merz am Montagabend bei einer Veranstaltung der „Rheinischen Post” in Düsseldorf. „Ich trinke praktisch keinen Alkohol mehr. Das ist die Begleiterscheinung meines Amtes. Entweder ganz viel oder gar nichts mehr”, erklärte der Kanzler.

Diese Aussage wirft ein neues Licht auf frühere öffentliche Auftritte des Kanzlers. So müssten die von Merz Anfang September selbst erwähnten „zwei Bier” bei einem Treffen mit SPD-Chefin Bärbel Bas wohl alkoholfrei gewesen sein. Gleiches würde für die Maß gelten, die der Kanzler vor wenigen Tagen auf dem Oktoberfest – ebenfalls mit Bas, sowie mit Söder und Klingbeil – in der Hand hielt.

Merz berichtete weiter, er habe sich den Weinkeller im Kanzleramt angesehen, den er als „eindrucksvoll” beschrieb. Er scherzte über vorhandene Flaschen von seinen „Vor-Vor-Vorgängern”, die „jetzt auch weg” müssten. Der Kanzler reflektierte zudem über die persönlichen Auswirkungen seines Amtes: „Ja, natürlich ein bisschen”, habe ihn das Amt verändert. Es sei ein Amt, das auch die Familie stark in Mitleidenschaft ziehe. Merz betonte jedoch: „Ich habe mir aber vom ersten Tag angewöhnt, mich nicht unter Druck setzen zu lassen. Mich auch nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen.”

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)