Panne im „Heute-Journal“
Das ZDF hat im Rahmen eines Beitrags zur US-Abschiebehindernungsbehörde ICE offensichtlich auf gefälschtes Material zurückgegriffen. Ein zentrales Element der Berichterstattung waren Darstellungen von Minderjährigen, die sich angeblich von ihren Müttern trennen mussten.
Der Sender räumte inzwischen ein, dass in einem Beitrag auf auf künstlicher Intelligenz basierendes Bildmaterial zurückgegriffen wurde. Dieses zeigte Kinder, die sich an ihre Mutter klammern. Laut eigenen Angaben hätte eine solche Sequenz ohne entsprechende Kennzeichnung und Einordnung nicht gezeigt werden dürfen.
Falscher Kontext
Erschwerend kommt hinzu, dass eine weitere gezeigte Szene, die ein Kind zeigt, das abgeführt wird, zwar echt war, aber aus einem gänzlich anderen Zusammenhang aus dem Jahr 2022 stammte.
Stellvertretende Chefredakteurin Anne Gellinek sprach von Fehlern, für die man sich „in aller Form“ entschuldige. Der Beitrag entspreche nicht den Standards des Senders und hätte in dieser Form nicht ausgestrahlt werden dürfen. Aus diesem Grund wurde der Beitrag von allen Online-Plattformen entfernt.
Bereits heute Abend soll im „Heute-Journal“ an gleicher Stelle eine Korrektur gesendet werden. Die Redaktion steht nun unter Druck, ihren Qualitätsansprüchen gerecht zu werden.

