Vorstand nennt Gründe für Stellenabbau
Ergo stehe vor „komplexen Herausforderungen mit einem volatilen Marktumfeld, dem demografischen Wandel und den technologischen Umwälzungen durch Künstliche Intelligenz“, sagte Ergo-Personalvorständin Lena Lindemann dem „Handelsblatt“. Sie erwartet, dass durch den verstärkten Einsatz von KI „bestimmte Funktionen künftig weniger gebraucht werden“.
Freiwilligkeit im Fokus
Das Unternehmen setzt auf freiwillige Maßnahmen. „Freiwilligkeit bleibt das zentrale Prinzip. Niemand geht gegen seinen Willen“, so Lindemann. Parallel dazu plant Ergo die Qualifizierung von Mitarbeitern für neue Aufgaben. Rund 500 „Reskilling-Plätze“, davon bereits 260 in diesem Jahr, sind vorgesehen. „Wir wollen das Effizienzpotenzial von KI heben, aber zugleich die Mitarbeiter befähigen, in anderen Jobs für uns zu arbeiten“, erklärte die Personalvorständin.
Teil einer größeren Strategie
Der Stellenabbau ist Teil der Strategie 2030 von Ergos Mutterkonzern Munich Re. Bis 2030 sollen 600 Millionen Euro eingespart werden. Munich Re peilt für das laufende Jahr einen Nettogewinn von 6,3 Milliarden Euro an, während Ergo rund 900 Millionen Euro zum Gesamtergebnis beitragen soll.

