Krisenvorsorge für kritische Infrastruktur

Kriegsfolgen-Schutz: Regierung plant Milliardenfonds für Wirtschaft

Kriegsfolgen-Schutz: Regierung plant Milliardenfonds für Wirtschaft
Foto: Eine Drohne (Archivbild). Illustration für potentielle Bedrohungen der kritischen Infrastruktur, via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung plant offensichtlich die Einrichtung eines milliardenschweren Fonds zur Stärkung der Resilienz kritischer Infrastrukturen. Angesichts aktueller geopolitischer Spannungen und konkreter Vorfälle wie Drohnensichtungen und Stromausfälle soll die Wirtschaft besser vor kriegsbedingten Einwirkungen geschützt werden. Die genaue finanzielle Umsetzung der Pläne ist jedoch noch umstritten.

Milliardenspritze für Krisenfeste Unternehmen

Die Pläne sehen die Schaffung eines „Fonds für Zivilschutz in der Wirtschaft“ vor, der mit bis zu 500 Millionen Euro pro Jahr ausgestattet werden soll. Über die kommenden vier Jahre summiert sich das geplante Volumen damit auf zwei Milliarden Euro.

Abgesicherte Energieversorgung

Hintergrund sind „aktuelle Vorkommnisse“, wie es in einer internen Vorlage des Bundeswirtschaftsministeriums heißt. Dazu zählen Sichtungen von mutmaßlich russischen Drohnen im deutschen Luftraum und der großflächige Stromausfall in Berlin im Januar. Besonders die kritische Energieinfrastruktur soll dadurch widerstandsfähiger gegenüber externen Angriffen werden.

Finanzierung ungeklärt

Politisch gibt es offenbar eine grundsätzliche Einigung auf die Einrichtung des Fonds. Allerdings ist die genaue finanzielle Ausgestaltung noch umstritten. Laut informierten Kreisen soll die Aufnahme der Milliardenmittel über die Ausnahmeregelung der Schuldenbremse erfolgen. Dies birgt jedoch eine Herausforderung, da die Gelder im Haushalt dann nicht direkt dem Wirtschaftsministerium zugeordnet werden könnten, das den Fonds eigentlich verwalten will.