Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 im Minus

US-Börsen rutschen ab: Arbeitsmarktdaten dämpfen Zinssenkungshoffnungen

US-Börsen rutschen ab: Arbeitsmarktdaten dämpfen Zinssenkungshoffnungen
Foto: Wallstreet (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die amerikanischen Börsen haben am Donnerstag kräftig nachgegeben. Belastet von unerwartet hohen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung bleiben Zinssenkungen vorerst unwahrscheinlich. Auch der Goldpreis und Ölpreise verbuchten deutliche Verluste.

Wall Street im roten Bereich

Ein deutliches Minus verzeichneten die US-Börsen am Donnerstag. Der Dow Jones schloss mit einem Verlust von 1,3 Prozent bei 49.452 Punkten. Der technologieorientierte Nasdaq 100 gab sogar 2,0 Prozent ab und beendete den Handel bei 24.688 Zählern. Der breit gefächerte S&P 500 verlor 1,6 Prozent und schloss bei 6.833 Punkten.

Auslöser für den Abverkauf waren die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung. Mit 227.000 Anträgen lagen diese leicht über den prognostizierten 222.000. Angesichts dieser Entwicklung sieht Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, keine Grundlage für die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank. „Erst wenn sich weitere konjunkturelle Abschwächungstendenzen in den USA zeigen, sollte dieses Thema wieder akut werden“, sagte er.

Spekulationen über den US-Immobilienmarkt nannte Lipkow ebenfalls. Die Verkaufszahlen im Januar seien leicht schwächer als erwartet ausgefallen, was dem Markt möglicherweise etwas mehr Spielraum schaffe.

Auch andere Märkte zeigten deutliche Schwäche. Die europäische Gemeinschaftswährung, der Euro, fiel leicht und kostete am Donnerstagabend 1,1870 US-Dollar. Der Goldpreis erlebte einen starken Rückgang und fiel um 3,3 Prozent auf 4.918 US-Dollar je Feinunze. Auch der Ölpreis geriet unter Druck: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich um 2,6 Prozent auf 67,60 US-Dollar.