System hinter Familienjobs?
Linken-Chef Jan van Aken schlägt Alarm. „Wenn korrupte AfD-Funktionäre im ganzen Land ihre Familienmitglieder mit Parteijobs versorgen, dann ist das schlimmste Clankriminalität“, zitiert die „Bild“ den Politiker. Die Vorwürfe reihen sich ein in Berichte über ein System der Anstellung von Verwandten in den AfD-Landtagsfraktionen, insbesondere in Sachsen-Anhalt.
Van Aken verlangt Einsicht in Verträge
Van Aken fordert daher eine umfassende Überprüfung durch die Bundestagsverwaltung. Seine Forderung: Arbeitsverträge der AfD-Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter sollen auf familiäre Beziehungen untersucht werden. Sollten Angehörige eingestellt worden sein, müssten diese entlassen werden und die AfD-Fraktion die „veruntreuten Gelder der Mitarbeiter-Pauschale“ zurückzahlen.
Auch externe Aufträge im Visier
Darüber hinaus solle die Bundestagsverwaltung auch externe Aufträge der AfD-Fraktion unter die Lupe nehmen. Es müsse geklärt werden, ob auch hier Angehörige „fürstlich vergütet“ wurden, so van Aken. Er fordert außerdem ein generelles Verbot von sogenannten Überkreuzverträgen, die dazu dienen könnten, Interessenkonflikte zu verschleiern.
