Karlsruhe – Es war ein Wettlauf gegen die Zeit und ein Rätsel, das die Zoomitarbeiter vor ein Rätsel stellte. Als die Pfleger am Morgen zum Gehege der Eisbären kamen, trauten sie ihren Augen kaum: Der Wasserstand im Tiefbecken war massiv abgesunken. Die Ursache? Völlig unklar!
Rettung durch 31 Feuerwehr-Helden
Die Bären Nuka und MiKa befanden sich in einer misslichen Lage. Zwar war der Wasserstand zum Glück noch so hoch, dass die majestätischen Tiere stehen konnten, doch der Pegel reichte nicht mehr aus, um den rettenden Rand des Beckens aus eigener Kraft zu erreichen.
Dann ging alles ganz schnell: Die Feuerwehr Karlsruhe löste Großalarm aus! Mit insgesamt 31 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr sowie den Abteilungen Neureut und Knielingen raste die Hilfe heran. Sieben schwere Fahrzeuge fuhren im Zoo vor.
Wasser-Marsch aus dem Schwanensee!
Die Retter fackelten nicht lange:
- 7 Schläuche gleichzeitig: Die Feuerwehrleute legten eine regelrechte Wasser-Autobahn vom benachbarten Schwanensee direkt ins Eisbären-Becken.
- 30 Minuten Hochdruck: Innerhalb einer halben Stunde stieg der Pegel so weit an, dass die Bären endlich wieder festen Boden unter den Tatzen spüren konnten.
Besonders kurios: Kaum hatten Nuka und MiKa das Wasser verlassen, siegte die Bären-Neugier. Nur wenige Augenblicke nach ihrer Rettung standen sie schon wieder am Beckenrand und beobachteten seelenruhig, wie die Feuerwehrleute den Rest des Beckens auffüllten.
Technik-Rätsel im Zoo
„Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Einsatzkräften, die den Eisbären professionell und unkompliziert geholfen haben“, sagt der stellvertretende Zoodirektor Steffen Karcher sichtlich erleichtert.
Doch die Frage bleibt: Wo ist das Wasser hin? Experten überprüfen jetzt unter Hochdruck die Wassertechnik. Ein Leck ist aktuell nicht mehr sichtbar, der Zoo-Betrieb läuft für die Besucher ganz normal weiter. Nuka und MiKa können ihre Anlage wieder in vollem Umfang nutzen – und genießen sichtlich ihr frisches Badewasser aus dem Schwanensee.
