Merz sieht dunkles Bild
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat wenig Hoffnung auf ein baldiges Ende des Ukraine-Krieges durch Verhandlungen geäußert. Seine Einschätzung sei, dass der Krieg erst enden werde, wenn eine der Kriegsparteien militärisch oder ökonomisch erschöpft sei. Dies sagte er gegenüber der „Rheinpfalz“ und den Zeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“ (NBR).
Merz betonte, dass „Vernunft und humanitäre Argumente“ Putin wohl nicht überzeugen würden. Dies sei die „bittere Wahrheit“. Das Ziel europäischer Anstrengungen müsse daher sein, Russland daran zu hindern, den Krieg militärisch weiterzuführen und wirtschaftlich zu finanzieren.
Er beschrieb die aktuelle Situation als „tiefste Barbarei“, die sich auf absehbare Zeit nicht ändern werde. Man müsse sich damit abfinden.
Die „russische Machtclique“ könne laut Merz auf lange Sicht nicht ohne Krieg agieren. Die Aufrechterhaltung der Kriegsmaschinerie sei notwendig, da es keinen Plan für die Rückkehrer gebe – hunderttausende, teils schwer traumatisierte Soldaten von der Front.




