Anleger warten auf weitere Signale

Dax seitwärts – ZEW-Daten dämpfen Hoffnung

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex verharrte am Mittag im leichten Plus. Neue Konjunkturdaten aus Deutschland enttäuschten die Erwartungen und sorgten für wenig Bewegung. Währung und Ölpreise zeigten sich ebenfalls wenig dynamisch.

Keine klare Richtung

Der Dax kam am Dienstag nach einem bereits verhaltenen Handelsauftakt bis zum Mittag nicht entscheidend vom Fleck. Gegen 12:30 Uhr notierte der Index bei rund 24.830 Punkten, was einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortag entsprach.

An der Spitze der Gewinnerliste tummelten sich Werte wie Vonovia, Bayer und Zalando. Auf der anderen Seite des Parketts verbuchte das Schlusslicht Qiagen die größten Einbußen, gefolgt von Rheinmetall und Daimler Truck.

ZEW-Index enttäuscht

Die am Vormittag veröffentlichten ZEW-Konjunkturerwartungen für Oktober lieferten den Märkten kaum neuen Zündstoff. Analysten zeigten sich überrascht von dem leichten Rückgang des ZEW-Saldos der Konjunkturerwartungen, der entgegen den Erwartungen und deutlich unter den Konsensschätzungen lag.

„Dies überrascht, nachdem das ähnlich konzipierte Sentix-Investorenvertrauen deutlich angestiegen war“, merkte Ulrich Wortberg von der Helaba an. Zwar habe sich die Lageeinschätzung des ZEW verbessert, die Erholung der Konjunkturentwicklung scheine jedoch weiterhin holprig zu verlaufen. In diesem Kontext würden nun die Einkaufsmanagerindizes am Freitag und das Ifo-Geschäftsklima am kommenden Montag genau beobachtet.

Euro schwächer, Ölpreis steigt leicht

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Dienstagmittag ebenfalls von ihrer schwächeren Seite. Ein Euro wurde für 1,1842 US-Dollar gehandelt.

Der Ölpreis hingegen verzeichnete leichte Gewinne. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 68,75 US-Dollar, ein Aufschlag von 10 Cent im Vergleich zum Handelsschluss des Vortages.(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)