Umsatz-Hoffnung für den Chiphersteller

Infineon setzt auf Roboter

Infineon setzt auf Roboter
Foto: Roboter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Chiphersteller Infineon blickt optimistisch in die Zukunft humanoider Roboter. Vorstandschef Jochen Hanebeck sieht darin ein potenzielles Wachstumsfeld, vergleichbar mit den heutigen Leistungshalbleitern für KI-Rechenzentren. Diese Entwicklung könnte auch die unter Druck stehenden Margen des Dax-Konzerns stabilisieren, da bereits zahlreiche Komponenten im Portfolio von Infineon verfügbar sind.

Wachstumspotenzial in der Robotik

Infineon rechnet mit einem starken Umsatzplus durch den Einsatz humanoider Roboter in verschiedenen Branchen. Vorstandschef Jochen Hanebeck verglich dieses Potenzial in einem Interview mit dem Handelsblatt mit dem aktuellen Boom bei Leistungshalbleitern für KI-Rechenzentren, der dem Unternehmen bereits Rekordumsätze beschert hat.

Synergien mit dem Automobilsektor

Ein entscheidender Vorteil für Infineon liegt darin, dass viele der bereits für die Autoindustrie entwickelten Chips, insbesondere im Bereich des automatisierten Fahrens, problemlos in Robotern eingesetzt werden können. Dies reduziert den Bedarf an aufwendigen Neuentwicklungen erheblich und erlaubt es dem Konzern, schnell auf Marktanforderungen zu reagieren.

Investoren im Blick

Sollte Infineon bei humanoiden Robotern einen ähnlichen Erfolg erzielen wie bei den Chips für KI-Fabriken, wäre das ein starkes Lebenszeichen für Investoren. Insbesondere die Verdreifachung der Erlöse mit KI-Halbleitern im vergangenen Geschäftsjahr unterstreicht die Fähigkeit des Unternehmens, von technologischen Trends zu profitieren. Ein konkreter Zeitplan für das neue Geschäftsfeld wurde von Hanebeck jedoch nicht genannt, da die Geschwindigkeit der Marktentwicklung noch unklar sei.