Erfolg mit Schattenseiten

Rekordquote für den „Tatort: Borowski und das hungrige Herz“ – höchster Marktanteil seit 22 Jahren – aber auch Kritik!

Kommissare Mila Sahin und Klaus Borowski stehen in einem rot ausgeleuchteten Raum vor einem roten Sofa, das mit gelben Beweismarkierungen (8 und 9) versehen ist. Im Hintergrund sind rote Vorhänge und gelbe Lampen zu sehen, die die Szene in eine dramatische, düstere Atmosphäre tauchen.
Foto: Bild: NDR/Thorsten Jander

Erfolg und Kontroversen: Der „Tatort: Borowski und das hungrige Herz“ brach am Sonntagabend Rekorde. Mit 31,0 Prozent Marktanteil und 8,64 Millionen Zuschauern wurde die Episode zur erfolgreichsten in der Geschichte des Kieler Ermittlers. Doch neben dem Zuspruch sorgte das gewagte Thema – ein Mord in der Welt der Sex- und Liebessucht – auch für hitzige Diskussionen.

Mutiges Thema spaltet Meinungen

Während viele den Krimi für seine mutige Thematik und die starke schauspielerische Leistung von Axel Milberg (Klaus Borowski) und Almila Bagriacik (Mila Sahin) lobten, gab es auch kritische Stimmen. Einige Zuschauer empfanden die Umsetzung als zu übertrieben und klischeehaft, andere bemängelten eine mangelnde Tiefe bei der Darstellung der Figuren.

Abschied eines Kult-Kommissars

NDR-Programmdirektor Frank Beckmann äußerte sich dennoch erfreut über den Erfolg: „‚Borowski und das hungrige Herz‘ hat mit seinem mutigen Thema und der spannenden Umsetzung überzeugt.“ Mit Axel Milberg in der Hauptrolle verabschiedet sich im März eine prägende Figur aus der „Tatort“-Reihe. Sein letzter Fall, „Borowski und das Haupt der Medusa“, wird am 16. März ausgestrahlt.

Produktion mit einem starken Team

Der „Tatort“ entstand unter der Regie von Maria Solrun nach einem Drehbuch von Katrin Bühlig und wurde von der Nordfilm GmbH im Auftrag des NDR produziert. Wer den aktuellen Fall verpasst hat, kann ihn weiterhin in der ARD Mediathek abrufen.

Trotz des Erfolges zeigt die Diskussion um diese Episode, dass die Erwartungen an den „Tatort“ weiterhin hoch sind – eine Herausforderung, die es in Zukunft zu meistern gilt.