Fast 60 Prozent gegen militärische Aktion
Nur ein Viertel der Bundesbürger hält den jüngsten Angriff der USA und Israels auf den Iran für gerechtfertigt. Diese klare Mehrheit spiegelt sich in einer aktuellen Infratest-Umfrage für die ARD wider.
58 Prozent der Befragten lehnen die Militäraktion ab, während lediglich 25 Prozent sie befürworten. 17 Prozent konnten oder wollten keine klare Einschätzung abgeben.
Tiefe Besorgnis über Weltlage
Die politische Lage weltweit wird von rund drei Vierteln der Deutschen (77 Prozent) als bedrohlich eingeschätzt. Diese Sorge hat seit Anfang 2022, als die Besorgnis noch bei 54 Prozent lag, deutlich zugenommen.
Dabei treibt 85 Prozent die Sorge um, dass in der internationalen Politik zunehmend das Recht des Stärkeren gilt. Auch die wirtschaftlichen Folgen eines Konflikts im Iran beschäftigen viele: 80 Prozent fürchten Beeinträchtigungen des internationalen Handels.
Besondere Sorge bereitet zudem die Eskalation der Gewalt: 75 Prozent befürchten ein Übergreifen des Konflikts auf weitere Länder. Um die Menschen im Iran sorgen sich 71 Prozent.
Verlässlichkeit von Partnern wird neu bewertet
Die Wahrnehmung der USA als verlässlicher Partner Deutschlands stagniert bei 15 Prozent, während Russland nur von 12 Prozent als vertrauenswürdig eingestuft wird. Israel kommt auf 17 Prozent.
Europa-Partner wie Frankreich (82 Prozent) und Großbritannien (75 Prozent) schneiden deutlich besser ab. Das Urteil zur Ukraine bleibt gespalten: 39 Prozent trauen dem Land, 47 Prozent haben Zweifel.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)





