Erneuerbare Energien legen zu, Kohle stagniert

Deutschlands Strommix: Solar und Erdgas auf Rekordniveau

Deutschlands Strommix: Solar und Erdgas auf Rekordniveau
Foto: Solarzellen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Deutschland hat 2025 eine neue Höchstmarke bei der Stromerzeugung erreicht. Zwar stagnierten die erneuerbaren Energien insgesamt, doch Solar- und Erdgasstrom kletterten auf Spitzenwerte. Die Stromimporte sanken.

Stromproduktion steigt leicht

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland insgesamt 438,2 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und ins Netz eingespeist. Das sind 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Erneuerbare Energien bleiben die wichtigste Quelle. Mit einem Anteil von 58,6 Prozent lieferten sie den Großteil des Stroms. Die Menge selbst blieb mit 256,9 Milliarden Kilowattstunden jedoch nahezu unverändert.

Solarenergie stark im Kommen

Einen deutlichen Sprung machte die Photovoltaik: Die Stromeinspeisung stieg um 17,4 Prozent auf 70,1 Milliarden Kilowattstunden. Das bedeutet einen neuen Höchstwert seit Beginn der Erhebung 2018 – sowohl bei der Menge als auch beim Anteil an der Gesamtproduktion (16,0 Prozent).

Gas setzt ebenfalls Rekorde

Auch Erdgas zeigte eine beeindruckende Entwicklung. Die Einspeisung legte um 10,2 Prozent auf 70,6 Milliarden Kilowattstunden zu. Dies entspricht 16,1 Prozent der gesamten Stromproduktion und ebenfalls einem neuen Spitzenwert.

Windkraft und Wasserkraft verlieren

Die Stromeinspeisung aus Windkraft sank 2025 um 3,6 Prozent auf 131,3 Milliarden Kilowattstunden, was einem Anteil von 30 Prozent entspricht. Dennoch bleibt sie die wichtigste Energiequelle. Wasserkraft verzeichnete einen deutlichen Rückgang von 22,5 Prozent auf 15,8 Milliarden Kilowattstunden.

Kohle stagniert, Importüberschuss sinkt

Die Stromerzeugung aus Kohle blieb mit 96,8 Milliarden Kilowattstunden und einem Anteil von 22,1 Prozent weitgehend stabil. Die nach Deutschland importierte Strommenge sank um 2,6 Prozent auf 79,6 Milliarden Kilowattstunden. Gleichzeitig stiegen die Exporte um 8,7 Prozent. Dennoch übersteigen die Importe weiterhin die Exporte, der Importüberschuss lag bei 19,4 Milliarden Kilowattstunden.

Insgesamt zeigt sich ein deutlicher Wandel im Strommix: Während konventionelle Energieträger bis 2022 dominierten, hat seit 2023 die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen die Nase vorn. Die Gesamtstromerzeugung in Deutschland ist jedoch im Vergleich zu 2018 deutlich geringer. (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)