Neue Frist für Europas Industrie
Die EU will ihre Industrie bis 2035 stärker in Schwung bringen. Nun rückt Brüssel von diesem ambitionierten Ziel ab und verschiebt die Vorgabe offenbar um fünf Jahre. Ein neuer Entwurf des „Industrial Accelerator Acts“ listet die angepassten Pläne auf, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Dies könnte eine Reaktion auf Forderungen aus Berlin sein, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hersteller zu stärken.
Partnerländer profitieren von EU-Förderung
Ein weiteres Zugeständnis: Hersteller aus Partnerländern, die ein Handelsabkommen mit der EU geschlossen haben, sollen künftig als EU-Hersteller gelten. Das bedeutet, dass auch Komponenten aus Kanada oder Indien in die Berechnung der Wertschöpfung einfließen könnten. So könnten auch die Partner von den geplanten Förderungen profitieren.
Wettbewerbsfähigkeit im Fokus
Zuletzt hatten die EU-Regierungschefs auf einem Gipfel über Maßnahmen beraten, um Europas Industrie aufzurüsten. Angesichts des starken Wettbewerbs aus China und den USA ist es ein wichtiges Anliegen, die europäische Produktion wettbewerbsfähig zu halten. Die offizielle Vorstellung des Kommissionsvorschlags ist für den 25. Februar geplant, aber der Termin wurde bereits mehrmals verschoben.
