Bundestagspräsidentin mahnt nach AfD-Affäre

Klöckner fordert fairen Umgang mit Steuergeld

Klöckner fordert fairen Umgang mit Steuergeld
Foto: Julia Klöckner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Angesichts erneuter Vorwürfe gegen Abgeordnete dringt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner auf einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln. Selbstdarstellung und unsaubere Anstellungsmodelle dürften keinen Platz haben, so die CDU-Politikerin. Sie begrüßt Bemühungen zur Gesetzesverschärfung.

Anstand und Verantwortung

Der Souverän, der Steuerzahler, ermöglicht die Beschäftigung von Mitarbeitern in den Büros der Abgeordneten. Dies sei essenziell für die Arbeitsfähigkeit des Parlaments, betont Julia Klöckner (CDU) in einem Gespräch mit dem „Tagesspiegel“.

Klare Grenzen gefordert

Daher gebiete es allein der politische Anstand, diese Gelder verantwortungsvoll einzusetzen. „Das schließt sowohl Vetternwirtschaft, Selbstbedienung und anrüchige Anstellungskonstrukte aus“, erklärte die Bundestagspräsidentin. Ebenso scharf kritisiert sie die Weiterzahlung von Bezügen an Mitarbeiter, denen der Hausausweis verwehrt wurde.

Gesetzliche Verschärfungen notwendig

Diese Forderung hatte Klöckner bereits im Vorfeld der Weihnachtszeit in einem Schreiben an die Parlamentsgeschäftsführer formuliert. „Ich begrüße es deshalb, dass sich die Fraktionen mit Blick auf mögliche Änderungen des Abgeordnetengesetzes damit beschäftigen“, sagte Klöckner. Union und SPD plädieren bereits für eine Verschärfung, die die Anforderungen an steuerfinanzierte Beschäftigte genauer definieren soll. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hat strengere Regeln in Aussicht gestellt.