Verluste am Handelsplatz

DAX gibt nach – Airbus bremst Anleger aus

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex hat am Donnerstag deutlich Federn gelassen und alle Tagesgewinne wieder eingebüßt. Insbesondere enttäuschende Aussichten des Luftfahrtkonzerns Airbus sorgten für gedämpfte Stimmung. Anleger zeigten sich angesichts gemischter US-Konjunkturdaten zurückhaltend, während Energiepreise und der Euro leichte Schwankungen verzeichneten.

Börse im Minus

Der Dax verzeichnete am Donnerstag einen spürbaren Rückgang. Zum Handelsschluss sank der Index auf 25.044 Punkte und damit 0,9 Prozent unter dem Vortagesniveau. Ein schwacher Handelsauftakt setzte sich fort, die Verluste nahmen im Tagesverlauf weiter zu.

Marktbeobachter sehen die jüngste Entwicklung als Kampf um die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten. Ein entscheidender Faktor für den Dämpfer waren unter anderem die Quartalszahlen von Airbus. Obwohl das Unternehmen solide Ergebnisse präsentierte, konnte die Prognose für das laufende Geschäftsjahr die Erwartungen der Investoren nicht erfüllen. Dies spiegelte sich in den niedrigeren Airbus-Aktienkursen am Ende des Handelstages wider.

Die allgemeine Stimmung an der Frankfurter Börse ist zwar nicht negativ, jedoch dominieren Gewinnmitnahmen bei einzelnen Aktien. Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA zeichneten ein uneinheitliches Bild. Das Handelsdefizit fiel mit minus 70,3 Milliarden US-Dollar deutlich höher aus als prognostiziert. Positiv stimmte hingegen der Anstieg des Philadelphia-Fed-Index, der jedoch in der Gesamtbetrachtung als weniger gewichtig eingestuft wird.

Rheinmetall und Scout 24 zählten bis kurz vor Handelsschluss zu den Top-Performern des Tages, während Airbus-Aktien das Schlusslicht bildeten.

Energiepreise und Euro im Blick

Parallel zur Börsentendenz stieg der Gaspreis. Eine Megawattstunde Gas zur Lieferung im März verteuerte sich um fünf Prozent auf 33 Euro. Der Ölpreis verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Anstieg: Ein Fass Nordsee-Sorte Brent kostete am Nachmittag 71,63 US-Dollar, ein Plus von 1,8 Prozent.

Der Euro zeigte sich am Donnerstagnachmittag etwas schwächer und notierte bei 1,1763 US-Dollar.