Frischer Wind statt sicherer Hafen?
Die Idee, den eigenen Chef zu spielen, beflügelt die Generation der 18- bis 29-Jährigen. Fast drei Viertel dieser Altersgruppe, genauer 72 Prozent, würden im Traum lieber auf eigenen Beinen stehen, als im Angestelltenverhältnis zu arbeiten. Nur ein Viertel hält die Festanstellung für die bessere Wahl. Der Rest ist unentschieden.
Ganz anders die Stimmung bei den über 30-Jährigen. Hier bejahen zwar immer noch 65 Prozent die Selbstständigkeit als Wunschvorstellung, doch der Anteil derer, die lieber angestellt wären, liegt mit 30 Prozent deutlich höher. Hier scheint die Sicherheit des etablierten Jobs mehr zu wiegen.
Selbstverwirklichung lockt die Jungen
Was steckt hinter dem Wunsch nach unternehmerischer Freiheit bei den Jüngeren? An erster Stelle, so die Auswertung, steht die Sehnsucht nach Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung. 43 Prozent nennen dies als Hauptgrund für ihre Präferenz. Ein höheres Einkommen motiviert immerhin ein Viertel der jungen Gründerneulinge. Die zündende Geschäftsidee treibt zwölf Prozent an, ein Viertel der Befragten nennt den Lebensunterhalt als Motiv.
Finanziell gesehen sind die Startguthaben erstaunlich niedrig. Junge Existenzgründer setzen im Mittel rund 5.000 Euro ein. Ältere, die sich neu selbstständig machen, investieren mit 6.000 Euro geringfügig mehr.
Die Daten stammen aus einer Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors, die den Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024 abbildet.



