Wirtschaftskrise schürt Unruhen

Iran: Proteste greifen auf weitere Städte über

Iran: Proteste greifen auf weitere Städte über
Anti-Iran-Protest (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Am vierten Tag der landesweiten Proteste im Iran geht die Unruhe weiter. Ausgelöst durch den starken Wertverlust des Rial, sind die Menschen zunehmend frustriert. Nun starben erste Einsatzkräfte im Zuge der Auseinandersetzungen. Die Regierung droht mit hartem Durchgreifen. Die westlichen Sanktionen verschärfen die ohnehin angespannte Lage im Land.
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Wirtschaftliche Lage spitzt sich zu

Die seit mehreren Tagen anhaltenden Proteste im Iran gegen die hohe Inflation und die angespannte Wirtschaftslage haben sich weiter ausgeweitet. Ein Mitglied der iranischen Sicherheitskräfte kam während der vierten Tag der Demonstrationen ums Leben. Auslöser der Unruhen war ein starker Einbruch des Rial im Vergleich zum US-Dollar. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Kouhdasht in der westlichen Provinz Lorestan.

Zusammenstöße in mehreren Provinzen

Meldungen der Behörden deuten darauf hin, dass Einsatzkräfte am selben Tag auf Demonstranten geschossen haben könnten. Zu Auseinandersetzungen kam es zuletzt in Teheran sowie in den südlichen und westlichen Provinzen Fars, Hamedan und Lorestan. Die Stadtverwaltung Teheran hatte den Mittwoch kurzerhand zum Feiertag erklärt, um die am Sonntag in der Hauptstadt begonnenen Unruhen einzudämmen. Die iranische Wirtschaft steht bereits seit längerer Zeit wegen westlicher Sanktionen unter erheblichem Druck. Die Proteste hatten in Teheran ursprünglich unter Ladenbesitzern begonnen, die über den Wertverlust der iranischen Währung schockiert waren. Mittlerweile sind die Demonstrationen auf zahlreiche Städte übergegriffen.

Hartherzige Reaktionen der Justiz

Die iranische Justiz hat bereits mit einem „entschiedenen“ Vorgehen gegen jeglichen Aufruhr gedroht. Die Lage bleibt angespannt, während die Bevölkerung unter der wirtschaftlichen Not leidet.

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