Frieden an der Front?

Selenskyj sieht Friedensdeal weitgehend fertig – doch letzte Hürden bleiben

Foto: Wolodymyr Selenskyj (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Zeichen stehen auf Annäherung: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht in seiner Neujahrsansprache von einem weit fortgeschrittenen Friedensabkommen mit Russland. Doch die letzten zehn Prozent könnten über das Schicksal der Ukraine und Europas entscheiden. Sicherheit bleibt ein zentrales Anliegen.

Fortschritte auf dem Weg zum Frieden

In seiner Neujahrsansprache hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine bemerkenswerte Nachricht verkündet: Ein Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges mit Russland sei zu 90 Prozent fertiggestellt. Diese verbleibenden zehn Prozent, so betonte Selenskyj, würden jedoch maßgeblich über das Schicksal sowohl der Ukraine als auch ganz Europas entscheiden.

Kein Frieden um jeden Preis

Der Präsident machte jedoch unmissverständlich klar, dass die Ukraine keinen Frieden „um jeden Preis“ anstrebt. Zwar werde ein Ende des Krieges angestrebt, aber „nicht das Ende der Ukraine“. Dies ist eine deutliche Antwort auf die Forderung Russlands nach vollständiger Kontrolle über die östliche Donbas-Region, deren Abdankung für die Ukraine das Ende bedeuten würde.

Sicherheitsgarantien im Fokus

Selenskyj nutzte seine Rede auch, um den internationalen Unterstützern der Ukraine zu danken. Gleichzeitig drängte er auf konkrete Sicherheitsgarantien für sein Land. Nach Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump in Florida habe Washington Sicherheitsgarantien für 15 Jahre angeboten, allerdings sei der genaue Zeitrahmen für deren Umsetzung noch unklar. Die Suche nach Stabilität bleibt eine globale Herausforderung, denn auch in Deutschland werden die Stimmen nach mehr Einigkeit laut. https://www.insidebw.de/spd-mitgliederbegehren-reform-koennte-vorher-beschlossen-werden