266 Bauarbeiter überprüft – 41 Verdachtsfälle

Großrazzia auf Baustellen in Baden-Württemberg – Verdacht auf Schwarzarbeit, Lohndumping, illegale Beschäftigung!

Auf Baustellen von der Ostalb bis zum Bodensee waren die Schwarzarbeits-Ermittler unterwegs

Foto: Foto: Hauptzollamt Ulm

Großeinsatz gegen Schwarzarbeit im Süden! In einer unangekündigten Sonderkontrolle haben 70 Ermittler der Finanzkontrolle Schwarzarbeit am Montag insgesamt 266 Bauarbeiter auf 16 Baustellen überprüft – im gesamten Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamts Ulm, darunter Ulm, Aalen, Friedrichshafen und Pfullingen.

Die Aktion war flächendeckend und verdachtsunabhängig – vom Einfamilienhaus bis zur Großbaustelle. Im Fokus standen sowohl Neubauten als auch Abriss- und Sanierungsarbeiten.

Schon jetzt 41 Verdachtsfälle – und es könnten noch mehr werden!

Bei ersten Auswertungen zeichnen sich bereits mehrere Verstöße ab:

  • 14x Verdacht auf Nichtzahlung des gesetzlichen Mindestlohns
  • 10x Verdacht auf Scheinselbstständigkeit
  • 7x Hinweise auf klassische Schwarzarbeit – also keine Abgaben an Sozialkassen
  • 4x Verdacht der illegalen Ausländerbeschäftigung
  • 6x mutmaßliche Meldeverstöße

Die Kontrollen fanden zeitgleich auf mehreren Baustellen statt. Bisher wurden Geschäftsunterlagen von zwölf Firmen gesichtet – weitere Prüfungen laufen. „Mit endgültigen Ergebnissen ist in den nächsten Tagen nicht zu rechnen“, so das Hauptzollamt Ulm.

Ziel: Faire Arbeitsbedingungen sichern

Der Zoll betont: Es geht nicht nur um das Aufdecken von Betrug, sondern auch um den Schutz ehrlicher Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Denn wer fair zahlt, soll nicht durch illegale Konkurrenz unter Druck geraten.

Hintergrund: Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ist eine Spezialeinheit des Zolls, die gezielt gegen illegale Beschäftigung, Lohndumping und Verstöße gegen das Arbeitsrecht vorgeht.