Kulturstaatsminister kontert Kritik

Weimer verteidigt Absage des Buchhandlungspreises

Weimer verteidigt Absage des Buchhandlungspreises
Foto: Wolfram Weimer am 06.03.2026, via dts Nachrichtenagentur

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat die Entscheidung zur Absage des Deutschen Buchhandlungspreises verteidigt. Er begründete seinen Schritt mit Aussagen von Preisträgern, die provokante Parolen supporteten. Weimer kündigte nun ein Gespräch mit Branchenvertretern an, um die Zukunft des Preises zu klären.

Bedingungen für Preiswürdigkeit

Nach der Absage der Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sein Vorgehen verteidigt. Er betonte, dass die Preisvergabe an gewisse Kriterien gebunden sei.

„Wenn sich eine Institution weithin sichtbar hinter die Losung `Deutschland verrecke` stellt, stellen sich zur Preiswürdigkeit Fragen“, sagte Weimer der Funke-Mediengruppe. Er bezog sich damit auf eine der drei Buchhandlungen, die nach dem sogenannten Haber-Verfahren von der Preisvergabe ausgeschlossen wurden. Bei diesem Verfahren wird vor der Vergabe von Fördergeldern der Verfassungsschutz konsultiert. Weimer räumte ein, dass dies „im Bereich Kultur nur in absoluten Ausnahmefällen aktiviert“ werde.

Neustart nach Kontroverse

Weimer zeigte sich zudem irritiert vom Echo auf die Absage des Preises. „Ich habe gelesen, dass sich die Vertreter dieser Buchhandlungen in einem offenen Brief bedankt haben, weil sie so viel PR und Unterstützung bekommen haben“, so der Kulturstaatsminister.

Dennoch liegt Weimer die Debatte über die Rolle von Buchhandlungen und Büchern am Herzen. Er kündigte an: „Ich werde daher zu einem Gespräch mit den wesentlichen Stakeholdern im Buchhandel einladen, um zu besprechen, wie wir künftig mit dem Buchhandelspreis umgehen.“ Ziel sei es, eine klare Linie für die zukünftige Preisvergabe zu finden.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)