US-Arbeitsmarkt kühlt ab

Wall Street zeigt gemischtes Bild – Zinserwartungen im Fokus

Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

Die wichtigsten US-Börsen verzeichneten am Dienstag ein uneinheitliches Bild. Während der Dow Jones und der S&P 500 leichte Verluste hinnehmen mussten, legte die Technologiebörse Nasdaq zu. Marktteilnehmer blicken gespannt auf die US-Zentralbank und neue Daten zum Arbeitsmarkt.

Die US-Börsen zeigten sich am Dienstag an der Wall Street uneinheitlich. Zum Handelsende in New York verzeichnete der Dow Jones einen Rückgang von 0,6 Prozent auf 48.114 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab ebenfalls leicht nach und schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent bei rund 6.800 Punkten. Ein positiveres Bild zeichnete sich dagegen bei der Technologiebörse Nasdaq ab, wo der Nasdaq 100 kurz vor Handelsschluss 0,3 Prozent im Plus bei rund 25.133 Punkten notierte.

Zinspolitik im Blick: Arbeitsmarktdaten geben Hinweise

Die Anleger loten derzeit die Signale der US-Zentralbank (Federal Reserve) bezüglich ihrer künftigen Zinspolitik aus. Die Mehrheit der Fed-Mitglieder erwartet derzeit einen ersten Zinsschritt im Jahr 2026. Entscheidend für die weitere Entwicklung sind jedoch die neuen Daten zum US-Arbeitsmarkt. Diese deuten auf eine spürbare Abkühlung hin: Die Arbeitslosigkeit ist auf den höchsten Wert seit 2021 gestiegen. Mitglieder des Offenmarktausschusses der Zentralbank, dem die dualen Ziele der Preisstabilität und maximalen Beschäftigung obliegen, werden nun bewerten müssen, ob diese Entwicklung ein ausreichend starkes Signal für baldige Zinssenkungen darstellt.

Unterdessen gab es auch Bewegungen bei den Währungsmärkten. Die europäische Gemeinschaftswährung, der Euro, zeigte sich am Dienstagabend etwas schwächer und kostete 1,1748 US-Dollar. Dementsprechend erhielten Anleger für einen Dollar 0,8512 Euro. Der Goldpreis verzeichnete einen leichten Rückgang. Am Abend wurden für eine Feinunze 4.303 US-Dollar gezahlt, was einem Minus von 0,1 Prozent entspricht. Umgerechnet auf das Gramm entsprach dies einem Preis von 117,76 Euro.

Stark unter Druck geriet hingegen der Ölpreis. Ein Fass der Nordseesorte Brent verbilligte sich am Dienstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit deutlich um 171 Cent oder 2,8 Prozent auf 58,85 US-Dollar im Vergleich zum Schluss des Vortages.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)