Hamburg im Visier
Der Elbtunnel in Hamburg steht am Freitag, 23. Februar, im Fokus der Streikaktivitäten. Eine von drei Fahrspuren wirdEsperrt. Autofahrer müssen mit erheblichen Wartezeiten rechnen. In der Nacht zum Montag und Dienstag können zudem keine Schwerlasttransporte über die Norderelbbrücke (A1) geleitet werden – bis zu 25 Transporte pro Nacht fallen aus. Eine Notdienstvereinbarung soll jedoch Gefahren ausschließen.
NRW betroffen
Am Samstag, 24. Februar, sind alle zehn Verwaltungsstandorte der Autobahn GmbH zum ganztägigen Streik aufgerufen. In Nordrhein-Westfalen streiken zusätzlich die Tunnelleitzentralen Hamm/Westfalen und Duisburg sowie die Verkehrszentrale Leverkusen. Auch hier sind Beeinträchtigungen im Autobahnverkehr nicht auszuschließen.
Tarifrunde stockt
Verdi-Verhandlungsführer Oliver Bandosz zeigte sich unzufrieden über den bisherigen Verlauf der Tarifgespräche. „Es ist bislang eine mühsame Runde mit wenig Fortschritten in der Sache“, sagte er. Die Gewerkschaft fordert für die 14.000 Beschäftigten sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat. Gleiches soll für Nachwuchskräfte gelten, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Verdi betont die Notwendigkeit besserer Arbeitsbedingungen und Gehälter, um die rund 1.000 unbesetzten Stellen zu besetzen und den Sanierungsbedarf des Autobahnnetzes zu bewältigen.
Neue Verhandlungsrunde
Die nächsten Gespräche zwischen Verdi und der Autobahn GmbH finden am Mittwoch und Donnerstag in der kommenden Woche in Berlin statt. Die Gewerkschaft hofft auf ein verbessertes Angebot des Arbeitgebers, das Bewegung in die festgefahrene Tarifrunde bringen könnte.


