Klimaschutzziele werden schwieriger

Umweltbundesamt kritisiert Verschiebung des Emissionshandels in Berlin

Foto: Umweltbundesamt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die für 2027 geplante Einführung des Emissionshandelssystems EU-ETS II für Gebäude und Verkehr verschiebt sich auf 2028. Präsident Dirk Messner vom Umweltbundesamt sieht darin eine erhebliche Erschwerung für die Klimaziele 2030. Die Emissionen in diesen wichtigen Sektoren sinken zu langsam. Es braucht jetzt konsequentere Maßnahmen, um die Lücke zu schließen.

Neue Hürden für Klimaziele

Die späte Einführung des Emissionshandelssystems EU-ETS II für Gebäude und Verkehr wird von Präsident Dirk Messner vom Umweltbundesamt kritisch gesehen. Er befürchtet, dass die Verschiebung auf 2028 die Erreichung der Klimaziele für 2030 erschwert. Messner betonte gegenüber den Funke-Zeitungen, dass der Handlungsdruck in diesen Sektoren hoch sei, da die Emissionssenkungen in den vergangenen Jahren nicht ausreichten. Das EU-ETS II hätte als zentrales Klimaschutzinstrument Investitionen in moderne Technologien fördern und soziale Ausgleichsmechanismen schaffen können.

Mehr Einsatz statt Kompromisse

Angesichts der verspäteten Einführung des EU-ETS II fordert Messner ein umso konsequenteres Vorgehen bei anderen Klimaschutzmaßnahmen. Die Lücke, die durch die Verzögerung entsteht, müsse durch verstärkte Bemühungen geschlossen werden. Derzeit lege Deutschland den CO2-Preis für diese Bereiche ab 2026 per Versteigerung fest, mit einem Rahmen von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2. Dies könnte kurzfristig zu höheren Energiekosten für Verbraucher führen, stärkt jedoch die Wirtschaftlichkeit klimafreundlicher Technologien.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)