Sorge vor weiterem Inflationsdruck
Die aktuelle geopolitische Lage im Nahen Osten wirft ihre Schatten voraus: Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer erwartet spürbare Preissteigerungen, die Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen treffen könnten.
„Für Verbraucher zeigt sich der Effekt vor allem an der Zapfsäule, bei Heizkosten und mittelbar auch bei teureren Lebensmitteln oder Dienstleistungen“, so die Münchner Ökonomin gegenüber den Funke-Medien.
Energiepreise unter Druck
Die eingeschränkte Schifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus, über die ein erheblicher Teil des Welthandels mit Rohöl abgewickelt wird, treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Kosten in vielen Sektoren.
„Für Unternehmen bedeutet das höhere Kosten für Transport, Produktion und Logistik, weshalb besonders energieintensive Branchen wie Chemie, Luftfahrt und das verarbeitende Gewerbe insgesamt unter Druck geraten“, erklärt Schnitzer.
Unsicherheit belastet Finanzmärkte
Neben den direkten Kostensteigerungen birgt die anhaltende Unsicherheit auch Risiken für die Finanzmärkte. Schnitzer betont, dass Turbulenzen und eine Belastung von Investitionen möglich sind.
Solange sich der Konflikt eingrenzen lasse, seien die Folgen zwar spürbar, aber noch beherrschbar. Eine Eskalation, die sich über einen längeren Zeitraum hinzieht, könnte jedoch sowohl die Inflation als auch das Wirtschaftswachstum signifikant stärker beeinträchtigen.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)





