Was kommt nach dem Sturz?

Israels Botschafter Zweifelt an Post-Regime-Plan für Iran

Israels Botschafter Zweifelt an Post-Regime-Plan für Iran
Foto: Ron Prosor (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Israels Botschafter Ron Prosor hat offenbart, dass es keinen eindeutigen Plan für die Zeit nach einem möglichen Sturz des iranischen Regimes gibt. Die zentrale Frage, wer ein neues Iran führen könnte, sei noch unbeantwortet, so Prosor im Berlin Playbook Podcast von POLITICO. Das primäre Ziel sei jedoch klar: das Ende der aktuellen Führung.

Keine klare Antwort für die Nachfolge

Im Podcast von POLITICO äußerte sich Israels Spitzenvertreter in Deutschland, Ron Prosor, skeptisch über konkrete Szenarien für ein Iran nach dem Ende der Ajatollahs. „Wir müssen erst darüber nachdenken, dass wir keine richtige Antwort dafür haben“, räumte Prosor bezüglich der Nachfolgefrage ein.

Hauptziel: Das Regime muss weg

Das übergeordnete Ziel Israels sei es, die Macht der aktuellen iranischen Führung zu schwächen. „Das Wichtigste ist, dass dieses Regime nicht mehr existiert“, betonte Prosor. Die Bestrebungen seien darauf ausgerichtet, die Fähigkeiten, insbesondere die der Revolutionsgarden, zu reduzieren.

Hoffnung auf Wandel von innen

Prosor schloss nicht aus, dass ein echter Wandel nur von innen heraus erfolgen könne. Er verwies auf die Unzufriedenheit in der iranischen Bevölkerung. „Die Bevölkerung hat wirklich genug und will Freiheit haben“, so der Botschafter.

Würdigung deutscher Haltung

Besonders hob Prosor die Einstufung der Revolutionsgarden durch Deutschland hervor. Die Entscheidung, „die Revolutionäre Garde als Terrorstaat“ zu bezeichnen, sei „unheimlich wichtig“, sagte er.