Zwei-Parteien-Rennen wird knapper

Umfragetrend: AfD holt kräftig auf – Union unter Druck

Umfragetrend: AfD holt kräftig auf – Union unter Druck
Foto: Alice Weidel und Tino Chrupalla (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die politische Landschaft in Deutschland scheint sich neu zu sortieren. Aktuelle Umfragen zeigen eine bemerkenswerte Annäherung zwischen der AfD und der Union in der Wählergunst. Gleichzeitig büßen Grüne und die Linke an Zustimmung ein, während die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Merz auf niedrigem Niveau verharrt. Die Unsicherheit bei den Wählern bleibt hoch.

Enges Rennen um Platz eins

Die Wucht der AfD scheint ungebrochen. In der aktuellen Erhebung des Forsa-Instituts für RTL und ntv liegt die Union nur noch einen Punkt vor der Alternative für Deutschland. Mit 26 Prozent verteidigt die CDU/CSU knapp die Spitzenposition, doch die AfD schließt mit 25 Prozent bedrohlich auf. Bemerkenswert: Die politischen Kompetenzwerte spiegeln diesen Trend wider. Die Union verliert hier ein Prozent und liegt bei 18 Prozent, die AfD legt zu und erreicht 12 Prozent. Damit positioniert sich die Partei hinter der Union, gewinnt aber klar an Zuspruch, wenn es um die Lösungsfindung für Deutschlands Probleme geht.

SPD stagniert, Rot-Rot verliert

Für die SPD gibt es keine Bewegung. Die Sozialdemokraten verharren konstant bei 14 Prozent in der Sonntagsfrage. Deutlicher als die AfD profitiert die Volkspartei nicht von dem aktuellen Umfragegeschehen. Deutlich schlechter sieht es für die progressive Seite des politischen Spektrums aus. Sowohl die Grünen als auch die Linke verlieren jeweils einen Prozentpunkt. Die Grünen kommen aktuell auf 12 Prozent, die Linke auf 10 Prozent. Das BSW und die FDP verweilen unverändert bei jeweils 3 Prozent. Die Nichtwähler und Unentschlossenen stellen mit 26 Prozent weiterhin eine erhebliche Wählerreserve dar.

Merz‘ Zufriedenheit auf Tiefststand

Die Hoffnung auf eine deutliche Trendwende für Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich vorerst nicht erfüllt. Nach einem leichten Aufwärtstrend im Januar ist die Zufriedenheit der Bundesbürger mit seiner Arbeit wieder auf 23 Prozent gesunken. Eine klare Mehrheit von 75 Prozent ist unzufrieden. Seit Beginn der Erhebungen im Juni 2025 hat die Zufriedenheit mit seiner Amtsführung um 19 Prozentpunkte abgenommen und nähert sich damit dem Niveau von Vorgänger Olaf Scholz im Sommer 2024.