AfD holt auf
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die AfD liegt in der aktuellen Forsa-Erhebung für RTL und ntv nur noch einen Prozentpunkt hinter der CDU/CSU. Union kommt auf 26 Prozent, die AfD auf starke 25 Prozent. Ein Ergebnis, das die politischen Kräfteverhältnisse auf den Kopf stellen könnte.
SPD weiter auf der Bremse
Die Sozialdemokraten konnten ihr Ergebnis nicht steigern und verharren bei 14 Prozent. Damit liegen sie deutlich hinter dem Duo Union/AfD. Offenbar kann die SPD die aktuelle Unzufriedenheit vieler Wähler nicht für sich nutzen.
Grüne und Linke verlieren an Boden
Eine bittere Pille für die Grünen und die Linke: Beide Parteien verlieren jeweils einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche. Die Grünen erreichen nun 12 Prozent, die Linke kommt auf 10 Prozent. Die sinkenden Zustimmungswerte dürften interne Debatten auslösen.
BSW und FDP unverändert
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und die FDP verharren beide bei 3 Prozent und konnten ihr Ergebnis nicht verbessern. Die Gruppe der ‚Sonstigen‘ Parteien gewinnt hingegen einen Punkt hinzu und kommt auf 7 Prozent.
Kein Vertrauen in Politik
Besorgniserregend ist die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen. Mit 26 Prozent liegt diese Gruppe deutlich über dem Ergebnis der letzten Bundestagswahl. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger (54 Prozent) traut keiner Partei zu, die Probleme des Landes zu lösen.
Kompetenzfrage: AfD klettert
Auch bei der Frage, welche Partei am ehesten in der Lage ist, die Probleme Deutschlands zu lösen, holt die AfD auf. Ihr trauen 12 Prozent zu, die Probleme zu bewältigen – ein Zugewinn von zwei Punkten. Die Union liegt hier mit 18 Prozent nur noch knapp vorn. SPD (6 Prozent) und Grüne (5 Prozent) verlieren ebenfalls leicht an Kompetenzzuspruch.
Merz bleibt unter Druck
Für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt es weiterhin wenig Entlastung. Nach einem Hoffnungsschimmer im Januar ist die Zufriedenheit mit seiner Arbeit wieder auf 23 Prozent gefallen. 75 Prozent der Befragten sind unzufrieden. Seine Zufriedenheitswerte liegen damit auf dem Niveau von Olaf Scholz im Juli 2024.

