Bestehende Chips für neue Aufgaben
Der Weg in die Robotik ist für Infineon kein komplett neuer. Viele der Halbleiter, die heute für das automatisierte Fahren in Fahrzeugen verbaut werden, eignen sich auch für den Einsatz in humanoiden Robotern. „Das könnte ein Wachstumsfeld werden, wie es heute die Leistungshalbleiter für KI-Rechenzentren sind“, sagte Infineon-Chef Jochen Hanebeck dem „Handelsblatt“.
Lohnendes Geschäft: Margen im Fokus
Diese Synergieeffekte könnten sich positiv auf die Margen auswirken. Denn Infineon muss nicht für jeden Anwendungsfall komplett neue Chips entwickeln. Ein Großteil der Technologie ist bereits vorhanden, ein deutlicher Vorteil im hart umkämpften Halbleitermarkt. Sollte sich Infineon als wichtiger Zulieferer für den Robotermarkt etablieren, könnte das an den Erfolg bei den KI-Chips anknüpfen. Dort konnte das Unternehmen die Erlöse im vergangenen Geschäftsjahr verdreifachen.
Einen exakten Zeitplan für das potenzielle Milliardengeschäft nannte Hanebeck zwar nicht. Der Markt für humanoide Roboter stecke noch in den Kinderschuhen. „Bislang ist noch offen, wie schnell der Markt wirklich an Fahrt aufnimmt“, so der Vorstandsvorsitzende.
