Schutz für kritische Infrastruktur

Bund plant Milliarden-Fonds für Wirtschaft

Bund plant Milliarden-Fonds für Wirtschaft
Foto: Drohne (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung plant die Einrichtung eines milliardenschweren "Resilienzfonds" zum Schutz kritischer Infrastruktur. Aus einer internen Vorlage des Wirtschaftsministeriums geht hervor, dass über vier Jahre bis zu zwei Milliarden Euro bereitgestellt werden sollen, um Unternehmen vor "kriegsbedingten Einwirkungen" zu schützen. Besonders die Energieversorgung soll gestärkt werden.

Milliarden für Krisenzeiten

Die Bundesregierung will einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge die Wirtschaft besser gegen Krisen wappnen. Ein neu geplanter „Fonds für Zivilschutz in der Wirtschaft“ soll den Schutz kritischer Infrastrukturen stärken.

Rund 500 Millionen Euro pro Jahr sind demnach für die kommenden vier Jahre vorgesehen. Insgesamt summiert sich das geplante Volumen auf bis zu zwei Milliarden Euro.

Hintergrund: Drohnen und Stromausfälle

Als Auslöser für die Notwendigkeit des Fonds nennt das Wirtschaftsministerium „aktuelle Vorkommnisse“. Dazu zählen Sichtungen von mutmaßlichen russischen Drohnen über Deutschland und der massive Stromausfall in Berlin im Januar dieses Jahres. Die Regierung sieht dringenden Handlungsbedarf, insbesondere im Bereich der Energieversorgung.

Finanzierung als Knackpunkt

Obwohl sich die Regierung auf die Einrichtung des Fonds geeinigt hat, gibt es offenbar noch Unklarheiten bei der finanziellen Umsetzung. Insider berichten, dass die Gelder über die Ausnahmeregelung der Schuldenbremse aufgenommen werden sollen. Dies könnte dazu führen, dass die Mittel nicht direkt im Haushaltsbereich des Wirtschaftsministeriums platziert werden können, obwohl das Ministerium den Fonds gerne verwalten würde.

Das Bundeswirtschaftsministerium selbst hat auf Fragen des „Handelsblatts“ zu den Einzelheiten und der Notwendigkeit der vollen zwei Milliarden Euro keine Stellung bezogen.