Kopf-an-Kopf-Rennen in der Wählergunst
Die neuesten Ergebnisse der Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv malen ein beunruhigendes Bild für die etablierten Parteien. Die Union liegt mit 26 Prozent nur noch knapp vor der AfD, die auf 25 Prozent kletterte. Dies ist eine deutliche Annäherung der rechtspopulistischen Partei an die konservativen Kräfte.
Die Sozialdemokraten können ihre Position mit 14 Prozent halten, doch die politischen Verlierer der Erhebung sind klar die Grünen und die Linke. Beide Parteien geben jeweils einen Prozentpunkt ab und landen bei 12 beziehungsweise 10 Prozent. Kleinere Parteien wie das BSW und die FDP verharren bei jeweils 3 Prozent, während die Gruppe der ‚Sonstigen‘ um einen Punkt auf 7 Prozent zulegen konnte.
Besorgniserregend ist auch der anhaltend hohe Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen mit 26 Prozent. Das ist ein deutlicher Sprung von fast zehn Prozentpunkten im Vergleich zur Bundestagswahl 2021.
Kompetenzfragen: AfD schiebt sich nach vorne
Auch in puncto politischer Problemlösungskompetenz macht die AfD Boden gut. Nur noch 18 Prozent trauen der Union zu, die drängenden Probleme Deutschlands am besten zu bewältigen, ein Rückgang um einen Punkt. Die AfD hingegen verbessert sich um zwei Punkte auf 12 Prozent und belegt damit den zweiten Platz in dieser wichtigen Kategorie.
Die SPD verharrt bei 6 Prozent. Die Grünen und die Linke können hier ebenfalls keine positive Entwicklung vorweisen und verlieren jeweils einen Prozentpunkt auf 5 und 4 Prozent. Eine ernüchternde Erkenntnis: Über die Hälfte der Bundesbürger (54 Prozent) hat Vertrauen in keine der existierenden Parteien mehr, wenn es um die Lösung der nationalen Probleme geht.
Merz und Scholz auf ähnlichem Tiefpunkt
Für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) scheint eine Trendwende derzeit ausser Reichweite zu sein. Nach einem kurzen Aufschwung im Januar ist seine Zufriedenheit in der Bevölkerung wieder gesunken. Aktuell sind 23 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden, während 75 Prozent anderer Meinung sind. Damit bewegt sich Merz auf dem Zufriedenheitsniveau seines Vorgängers Olaf Scholz, dessen Arbeit im Juli 2024 ebenfalls nur von 23 Prozent positiv bewertet wurde.

