Länder-Angestellte bekommen mehr
Es ist ein Teilerfolg für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder: Die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Demnach erhalten die insgesamt 925.000 Tarifbeschäftigten, ausgenommen Hessen, ab April 2026 eine Gehaltserhöhung.
Die erste Stufe sieht ein Plus von 2,8 Prozent vor. Ein Jahr später folgt eine Anhebung um weitere 2,0 Prozent. Den Abschluss bildet eine 1,0-prozentige Steigerung ab Januar 2028. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 27 Monate.
Auch Nachwuchs profitiert
Neben den regulären Angestellten wird auch der Nachwuchs bedacht. Auszubildende und Praktikanten erhalten zukünftig 150 Euro mehr im Monat. Auch die Zulagen für Schicht- und Wechselschichtdienste werden angehoben.
Angleichung im Osten
Ein weiterer wichtiger Punkt des Abschlusses ist die Angleichung der Arbeitsbedingungen im Osten an die westdeutschen Standards. Dies betrifft insbesondere den Kündigungsschutz und die Arbeitszeit an den Universitätskliniken in Rostock, Greifswald und Jena. Hier sollen die Regelungen im Westen entsprechend übernommen werden.
Anschluss an Bund und Kommunen
Verdi-Chef Frank Werneke zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. „Am Ende steht ein Ergebnis auf dem Niveau des Tarifvertrages für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen aus dem vorigen Jahr“, sagte er. Damit würden die Länderbeschäftigten Anschluss an das Lohnniveau ihrer Kollegen halten.
Hamburg-Zulage kommt
Besonders profitieren dürften auch rund 10.000 Beschäftigte in Hamburg. Die sogenannte „Hamburg-Zulage“ wird erhöht und bringt ihnen bis zu 115 Euro mehr im Monat ein. Für studentische Beschäftigte an Hochschulen steigt das Mindeststundenentgelt auf 15,20 Euro ab dem Sommersemester 2026, ein Jahr später dann auf 15,90 Euro. Ein eigener Tarifvertrag für diese Gruppe scheiterte jedoch.


