Gemeinsame Fehler, gemeinsame Korrektur
Marco Rubio, eine Schlüsselfigur der aktuellen US-Administration, hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz deutlich gemacht, dass die USA eine stärkere Bindung zu Europa wünschen. Doch diese Verbindung soll unter amerikanischen Vorzeichen stehen. In einer energischen Rede kritisierte er frühere politische Entscheidungen Europas.
Der republikanische Senator sprach von einer Bedrohung der westlichen „Kultur“, ausgelöst durch vermeintliche Fehlentscheidungen. „Wir sind gemeinsam auf Fehler hereingefallen“, so Rubio. „Der Klima-Kult und das Zulassen von Massenmigration“ seien Beispiele dafür, die nun auch „gemeinsam“ angegangen werden müssten.
Die USA seien bereit, diese Korrekturen notfalls auch im Alleingang durchzuführen, so Rubio weiter. Eine gemeinsame Basis mit Europa sei nach seiner Ansicht aber die bevorzugte Option. Er rief die europäische Seite zu einer Rückbesinnung auf gemeinsame Werte und eine gemeinsame Vergangenheit auf.
Ukraine-Konflikt: Zweifel an russischem Friedenswillen
Die aktuellen Bemühungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts sieht Rubio skeptisch. Er bezweifle, ob Russland tatsächlich an einer nachhaltigen friedlichen Lösung interessiert sei. „Die Russen sagen ja, aber wir wissen nicht, ob wir akzeptable Vereinbarungen erzielen können“, sagte der US-Außenminister auf der Konferenz.


