Münchner Sicherheitskonferenz: Chinas Außenminister fordert Stärkung der Vereinten Nationen.

China gegen USA: Wang Yi betont UN-Rolle, Rubio kritisiert

China gegen USA: Wang Yi betont UN-Rolle, Rubio kritisiert
Foto: Chinas Außenminister Wang Yi auf der Sicherheitskonferenz in München, 17. Februar 2024 (Symbolbild).

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat Chinas Außenminister Wang Yi ein starkes Plädoyer für die Vereinten Nationen gehalten. Mit klaren Worten rief er die internationale Gemeinschaft dazu auf, die UN zu stärken und dem Multilateralismus Vorschub zu leisten. Damit bezog er klar Stellung gegen die jüngst geäußerte Kritik seines US-Kollegen.

UN als „bestes Instrument“

Der Weg zum globalen Frieden und zur positiven Entwicklung sei mit Herausforderungen gepflastert, betonte Wang. China habe eine Initiative vorgestellt, die auf ein gerechteres internationales System abzielt. Die UN seien trotz aller Schwächen das beste Mittel für friedliche Kooperation.

Ohne die vereinten Nationen drohe eine Rückkehr zu „Recht des Stärkeren“, warnte der chinesische Spitzenpolitiker. Internationale Zusammenarbeit sei essenziell, um Vertrauen wiederherzustellen und globale Probleme zu lösen. Differenzen zwischen Staaten sollten dem Dialog und der Kooperation weichen, um Konsens zu finden.

Klarer Widerspruch zu Rubio

Wang Yi reagierte damit auf die Aussagen seines US-Kollegen Marco Rubio, der zuvor die UN scharf kritisiert hatte. Rubio hatte die Organisation als weitgehend wirkungslos in der Konfliktlösung bezeichnet und eine Umgestaltung gefordert.

China und Europa verbindet laut Wang eine lange Tradition der Zusammenarbeit. Beide Seiten sollten gemeinsam an einer „multipolaren und friedlichen Welt“ arbeiten und eine weitere Spaltung der Welt verhindern. Die globale Gemeinschaft sei aufgefordert, für eine „positive Zukunft“ zusammenzustehen.