SPD mahnt zur Vorsicht nach Rubio-Auftritt
Die transatlantischen Beziehungen lassen die SPD nach dem Auftritt von US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz weiter kalt. Zwar habe sich Rubio im Ton von seinem Vorjahreskollegen J.D. Vance unterschieden, doch gebe es keinerlei Anlass zur Entwarnung. Das sagte die stellvertretende Bundestagsfraktionschefin Siemtje Möller dem „Tagesspiegel“.
Möller deutet an, dass die USA die jüngsten Vertrauensverluste erkannt hätten und nun bemüht seien, den Schaden zu begrenzen. Dennoch dürfe eine Freundschaft nicht davon abhängen, dass Europa den Vorstellungen der USA folge.
Rubio sei für die Nationale Sicherheitsstrategie der USA verantwortlich, deren Prämissen er nicht relativiert habe. Die Vorstellung eines Europas, dem zu alter kultureller Größe verholfen werden solle, sei weiterhin hochproblematisch. Diese holzschnittartige Sichtweise Rubio prägte seine Beschwörung „nobilier Zivilisationen“.





