Dobrindt: „Anspruchsvolle Phase“
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) äußert sich nach der Rede von US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz erleichtert. „Was Rubio deutlich gemacht hat, ist der Zusammenhalt Amerika, Europa. Das große Interesse der USA, dass Europa sich gut weiterentwickelt“, sagte Dobrindt dem TV-Sender ntv. Man habe bewusst einen anderen Ton wählen wollen als im Vorjahr.
Dennoch betont Dobrindt, dass die Beziehungen den USA noch in einer „anspruchsvollen Phase“ lägen. Er habe auch Kritik vernommen und mahnt, die Worte Rubios nicht zu überhören: „Wenn es aber nicht so läuft, dann können wir es auch alleine machen“.
Strack-Zimmermann: „Vergiftete Liebeserklärung“
Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europäischen Parlament (FDP), sieht die Rede Rubios kritischer. Sie warnt davor, sie als Entspannungssignal zu deuten. „Es war eine vergiftete Liebeserklärung“, sagte Strack-Zimmermann dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „An dieser Rede war überhaupt nichts beruhigend.“
Rubio habe zwar einen anderen Ton angeschlagen als sein Vorgänger im Amt, doch eine Welt beschworen, die nicht der europäischen entspreche. Die MAGA-Bewegung von Donald Trump strebe nach einer Welt ohne wertebasierte Regeln. Der von vielen Teilnehmern gezeigte Applaus sei ein „Trugschluss“, so die FDP-Politikerin.




