Bayerns Premier fordert andere Taktik

Söder gegen AfD-Verbot per Gericht

Söder gegen AfD-Verbot per Gericht
Foto: Protest für AfD-Verbot (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Markus Söder lehnt ein Verbot der AfD durch das Bundesverfassungsgericht ab. Stattdessen setzt Bayerns Ministerpräsident auf eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz und kritisiert die politische Kompetenz der Partei. Er warnt vor wirtschaftlichen Fehlern und einer Nähe zu Moskau.

Beobachtung statt Verbot

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich klar gegen eine juristische Überprüfung eines AfD-Verbots durch das Bundesverfassungsgericht positioniert. Seine Strategie: Die Partei, die Söder eine zunehmende Radikalisierung nach Rechtsaußen attestiert, soll weiterhin vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Ein „hysterisch-moralisches Verbot“ hingegen lehnt Söder entschieden ab.

Kritik an Kompetenz und Ausrichtung

Söders Ansatz zielt darauf ab, die AfD „bei der Kompetenz“ zu packen. Er äußerte erhebliche Zweifel an der Regierungsfähigkeit der Partei und bezeichnete ihre wirtschaftspolitischen Vorstellungen als „höchst schädlich für unser Land“. Eine scharfe Kritik formulierte Söder auch bezüglich der Ausrichtung der AfD: „Die AfD ist und bleibt eine Moskau-hörige Truppe“, so der CSU-Chef. Die Beschäftigungsverhältnisse innerhalb der Partei erinnerten ihn zudem an „Clan-Strukturen“.

Das Grundgesetz sieht vor, dass Parteien, die die freiheitliche demokratische Grundordnung gefährden, vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt werden können. Diese Entscheidung liegt bei den Karlsruher Richtern.