Ministerpräsidentin warnt vor "Chaos"

Schwesig zweifelt an CDU-Brandmauer zur AfD – und schließt Kooperation aus

Schwesig zweifelt an CDU-Brandmauer zur AfD – und schließt Kooperation aus
Foto: Manuela Schwesig (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig äußert Zweifel, ob die CDU nach der Landtagswahl an ihrer Abgrenzung zur AfD festhalten wird. Eine direkte Zusammenarbeit ihrer eigenen Regierung mit der AfD schließt sie kategorisch aus. Schwesig warnt gleichzeitig vor den Konsequenzen einer Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen Partei.

Zweifel an CDU-Kurs

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, ist skeptisch, ob die Christdemokraten einer Verlockung widerstehen können, nach der nächsten Landtagswahl doch mit der AfD zu kooperieren. „Ich kann dafür nicht meine Hand ins Feuer legen, dass das nicht so kommen würde“, sagte sie dem Magazin Politico.

Diese Haltung stehe aber im Gegensatz zu ihrem eigenen Kurs. „Was sicher ist, ist, mit mir wird es keine Zusammenarbeit mit der AfD geben“, betonte Schwesig. Ihr Ziel sei es, „Ministerpräsidentin mit einer demokratischen, stabilen Regierung“ zu bleiben.

Warnung vor „Chaos“

Schwesig positionierte sich klar gegen mögliche Rentenkürzungen und verteidigte den wirtschafts- und sozialpolitischen Kurs ihrer Partei. Sie sehe die AfD als „eine gefährliche Partei“, die nicht die Interessen der Bürger vertrete, sondern „von Putin und Trump“ und zentrale soziale Errungenschaften wie den Mindestlohn bekämpfe. Mit der AfD, so Schwesig, „wird es Chaos geben“.