Leichte Erholung bei den Erwartungen

Autoindustrie: Geschäftsklima bessert sich leicht – Export hofft

Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die deutsche Autoindustrie blickt trotz einer schlechteren aktuellen Geschäftslage etwas optimistischer in die Zukunft. Das Geschäftsklima hat sich im Januar leicht verbessert. Vor allem die Hoffnungen auf bessere Geschäfte im Ausland, insbesondere innerhalb des europäischen Binnenmarktes, beflügeln die Hersteller. Die Wettbewerbsposition außerhalb Europas verschlechtert sich jedoch spürbar.

Leichter Aufschwung im Januar

Der Index des Geschäftsklimas in der deutschen Automobilindustrie hat im Januar zugelegt. Mit -19,6 Punkten liegt er leicht über dem Wert von -19,8 Punkten aus dem Vormonat, wie das Ifo-Institut mitteilt. Die Unternehmen nehmen ihre aktuelle Geschäftslage zwar kritischer wahr, blicken aber den kommenden Monaten mit mehr Zuversicht entgegen.

Europa als Stütze

Die Nachfrage aus dem Euroraum bleibt eine wichtige Stütze für die deutsche Autoindustrie. Das zeigt sich auch in den gestiegenen Exporterwartungen: Mit +8,7 Punkten liegen diese deutlich im positiven Bereich, nachdem sie im Dezember noch bei -8,0 Punkten lagen. Laut Ifo-Expertin Anita Wölfl spielt hierbei der innereuropäische Handel eine treibende Rolle. Die Wettbewerbsposition innerhalb der EU bewerten die Unternehmen ebenfalls deutlich besser als noch im Oktober.

USA und China im Minus

Anders sieht die Lage auf den Märkten außerhalb Europas aus. Die Wettbewerbsposition dort hat sich weiter verschlechtert. Der Saldo fiel von -17,4 Punkten im Oktober auf -31,3 Punkte. Besonders gegenüber China, aber zunehmend auch den USA, hat die deutsche Autoindustrie laut Wölfl seit Jahresbeginn 2024 an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt.