Russland bleibt fern
Auch heuer wird Russland der Münchner Sicherheitskonferenz fernbleiben. MSC-Chef Wolfgang Ischinger geht davon aus, dass Russland gar kein Interesse an einer Einladung hat. Noch 2022 sagte die russische Delegation kurz vor Kriegsbeginn ab. Doch die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme bestehe immer, so Ischinger. Er höre aber „keinen Mucks“ aus Moskau.
Hoffnung auf Impulssetzung
Trotz der russischen Nichtteilnahme blickt Ischinger optimistisch auf die Konferenz. Er wünscht sich, dass die MSC mehr als nur „rhetorische Beschwörungsformeln“ hervorbringt und einen „erheblichen“ Beitrag zur Lösung des Ukraine-Konflikts leisten kann. Impulse für die Europäische Union, Großbritannien und Kanada seien vonnöten, um zu signalisieren, dass man „den Schuss gehört hat“. Am Ende der Konferenz hofft er auf Berichte, die lauten: „Da tut sich jetzt was, da geht man vom Sprücheklopfen zum Handeln über.“
Rekordbeteiligung erwartet
Über 200 Regierungsvertreter aus 120 Staaten werden heuer in München erwartet, darunter mehr als 60 Staats- und Regierungschefs. Bemerkenswert: Erstmals wird der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Konferenz am Freitag mit einer Rede eröffnen – eine Abkehr vom üblichen Ablauf der Vorjahre.

