Betriebsrat verhandelt über Zukunftsoptionen
Der Linde-Konzern will kurzfristig mehrere hundert Stellen in seinem Anlagenbau streichen. Wie die ‚Süddeutsche Zeitung‘ berichtet, stehen die Standorte in Höllriegelskreuth (Bayern) und Dresden im Fokus. Von bis zu 400 wegfallenden Arbeitsplätzen ist die Rede, das entspricht fast einem Viertel der Belegschaft in diesen Bereichen.
Betroffene Beschäftigte berichteten der Zeitung, dass die Verhandlungen mit dem Betriebsrat auf Hochtouren laufen. Linde begründet den geplanten Stellenabbau mit dem starken internationalen Wettbewerb. „Die Wettbewerbsfähigkeit muss gestärkt werden“, heißt es vom Unternehmen. Dies erfordere eine „kontinuierliche Anpassung von Organisation und Ressourcen“.
Mitarbeitern liegen laut „Süddeutscher Zeitung“ drei Optionen vor: Ein Aufhebungsvertrag bis Ende März, der Wechsel in eine Transfergesellschaft bis Ende April oder die Zustimmung zu einer Altersteilzeit-Vereinbarung, ebenfalls bis Ende März. Wer diese Fristen verstreichen lässt, muss mit betriebsbedingten Kündigungen rechnen.
Linde gilt als weltweit größter Anbieter von Industriegasen und erwirtschaftet nach der Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair hohe Gewinne. Die Sparte Anlagenbau, deren Zentrale sich in Höllriegelskreuth bei München befindet, steuert allerdings nur einen kleinen Beitrag zum Gesamtumsatz und Gewinn des Konzerns bei.
