KI-Jobkiller dämpfen Börsenlaune
Nach einem freundlichen Handelsstart hat der DAX am Montagmittag einen Teil seiner Zugewinne wieder abgegeben. Der Leitindex notierte um 12:30 Uhr bei rund 24.789 Punkten, ein leichtes Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss.
Angeführt wurde die Kursliste von der Commerzbank, Rheinmetall und Heidelberg Materials. Am unteren Ende rangierten Qiagen, Infineon und Fresenius Medical Care.
Marktanalyst Andreas Lipkow beobachtet eine allgemeine Zurückhaltung der Anleger, die trotz guter Vorgaben aus dem asiatischen Handel anhält. Er verweist auf besorgniserregende Entwicklungen auf dem US-Arbeitsmarkt, die das Sentiment belasten.
Insbesondere die Künstliche Intelligenz steht im Fokus der Sorge. Lipkow sieht ein reales Risiko, dass KI zu einem „echten Jobkiller bei den gut bezahlten Technologieberufen“ werden könnte. Dies könne spürbare Auswirkungen auf das Konsumverhalten und den US-Immobilienmarkt haben.
Diese Ängste lasten auf der aktuellen Marktstimmung und rücken die bevorstehenden offiziellen Arbeitsmarktdaten aus den USA in den Vordergrund. Analysten schließen nicht aus, dass die Aktienmärkte zum Wochenstart konsolidieren werden.
Der Euro zeigte sich am Montagnachmittag stärker und notierte bei 1,1862 US-Dollar. Auch der Ölpreis für Nordseesorte Brent verzeichnete einen leichten Anstieg auf 68,26 US-Dollar pro Fass.
