Ungleichheit bei Altersvorsorge
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf übt deutliche Kritik am Altersvorsorgesystem. Er hält es für „total ungerecht“, dass Politiker durch ihre Zeit im Bundestag vergleichsweise schnell einen guten Altersanspruch erwerben. Deswegen fordert er vehement, dass auch Politiker in die allgemeine Rentenversicherung einzahlen sollen.
Symbolischer Wert für Solidarität
„Das ist dann in der Gesamtabwägung noch nicht der große Kostenblock, aber zumindest, glaube ich, ein großer symbolischer Wert, dass wir sagen, wir fangen bei uns an“, erklärte Klüssendorf im Interview mit RTL und ntv. Er betont die Wichtigkeit eines Solidarsystems, in dem alle einzahlen und es keine Sonderregelungen für einzelne Gruppen mit eigenen Versorgungswerken gibt.
Reform für Beamte
Auch die Altersvorsorge für Beamte sieht Klüssendorf als reformbedürftig an. Zwar sei diese aktuell höher und anders finanziert, aber eine schrittweise Umstellung für neu zu verbeamtende Personen würde einen großen Beitrag zur Gerechtigkeit leisten. Langfristig sollten alle im selben System landen und von mehr Stabilität profitieren.
Einigung mit der Union?
Hinsichtlich der Rentenkommission zeigt sich Klüssendorf optimistisch bezüglich einer Einigung mit der Union. Er höre, dass die Kommission gut und fleißig arbeite und Vorschläge entwickle, die beide Seiten ans Ziel führen könnten. Auch innerparteilich werde bei der Union über die Verbeamtung diskutiert, was Klüssendorf als positives Zeichen für eine Annäherung wertet.

